NZZ: Nicht die Gehälter machen den Unterschied

Noch immer liegt der Frauenanteil in der Professorenschaft der Universität Zürich unter den gesteckten Zielen. Gleichauf sind die Frauen aber bei den Löhnen

(...) Für die Universität Zürich (UZH) liegen jetzt die Ergebnisse einer Lohnanalyse auf der Grundlage aller Löhne von Professorinnen und Professoren zwischen 2005 und 2015 vor. Insgesamt hat die UZH in dieser Zeit 706 Berufungen abgewickelt. «Das Ergebnis», sagt Katja Rost, federführende Soziologieprofessorin, «hat uns positiv überrascht.» Bei den Einstiegslöhnen konnten keine nennenswerten Differenzen festgestellt werden. Bei den ordentlichen Professuren sind die Unterschiede etwas stärker ausgeprägt als bei den ausserordentlichen und den Assistenzprofessuren. Das lässt sich aber darauf zurückführen, dass unter den in die höchste Lohnklasse eingereihten, also bereits reputierten Neuberufenen kaum Frauen zu finden sind. Ähnliches gilt für die Einrichtungskredite und die Ausstattung. Anhand von 575 Beispielen wurde ein Unterschied von 0,002 Prozent zugunsten der Frauen errechnet. Fachliche Vorgaben, zum Beispiel die Anschaffung von Grossgeräten, wirken sich ungleich stärker aus.