Portrait

Luca Tratschin, Dr.

Projektleitung

Tel.: +41 (0)44 635 20 67

Raumbezeichnung: PLK-1-103

luca.tratschin@chess.uzh.ch

Tätigkeit am CHESS und beruflicher Hintergrund

Luca Tratschin ist seit 2019 Projektleiter am Kompetenzzentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (CHESS) der Universität Zürich. In dieser Funktion leitet er das Projekt Aufbau eines Netzwerkes Forschung zum Schweizer Hochschulraum und forscht Rahmen des NFP 77 Projektes Digitale Strategien: Hochschulen und Disziplinen als Agenten des Wandels dazu, wie das Schweizer Hochschul- und Wissenschaftssystem in Bezug auf den gesellschaftlichem Megatrend der Digitalisierung agiert und reagiert. 2021 wurde er als Koordinator des Forschungsnetzwerkes REHES – Research on Higher Education and Science in Switzerland gewählt.  Er bietet zudem regelmässig Lehrveranstaltungen zum Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Medien an der Universität Luzern an.

Vor seiner Tätigkeit am CHESS forschte er am soziologischen Seminar der Universität Luzern zum Verhältnis von Politik, Medien und Wissenschaft und wurde 2015 mit einer Arbeit zu politischem Protest promoviert (2015). Im Anschluss befasste er sich als Postdoktorand insbesondere mit der Herstellung wissenschaftlicher Fakten und deren medialen Verbreitung und sammelte internationale Erfahrung als Visiting Postdoctoral Fellow am King’s College London (2017).  Er interessierte sich bereits früh für organisatorische und strategische Herausforderungen des universitären Lebens. So wirkte er insbesondere von 2010-2017 als Präsident der Mittelbauorganisation der Universität Luzern (MOL) und engagierte sich als wissenschaftlicher Assistent und Oberassistent im Ausbau und in der Vernetzung dieser noch jungen Organisation.

Arbeits- und Interessengebiete

  • Wissenschaftssoziologie
  • Politische Kommunikation und Streitpolitik
  • Organisationen und Umwelterwartungen
  • Hochschulpolitik

Aktuelle Publikationen

Tratschin, Luca (2021). Selbstbeobachtung des Schweizer Hochschulsystems: Status Quo und Perspektiven, unter Mitarbeit von Lucien Criblez, Otfried Jarren, Bernhard Nievergelt und Mike S. Schäfer. CHESS Schrift 1. (im Erscheinen)

Tratschin, Luca (2021). Katastrophenkommunikation, holistische Perspektiven und die Expansion von Expertise: Welt- und Gesellschaftsentwürfe im Spiegel zukünftiger Pandemien. Leviathan 49, S. 339-360. (im Erscheinen)

Tratschin, Luca (2021). Kann digitale Präsenz Kommunikation unter Anwesenden ersetzen? Eine interaktionssoziologische Einordnung einer kollektiven Erfahrung. In: Stanisavljevic, Marija & Tremp, Peter (Hrsg.), (Digitale) Präsenz: Ein Rundumblick auf das soziale Phänomen Lehre (S. 117-121). Luzern: PH Luzern.

Tratschin, Luca (2020). Katastrophenerinnerung im Spannungsfeld zwischen Vergangenheits- und Zukunftsorientierung. Zur Erinnerung der Spanischen Grippe in Deutschschweizer Zeitungen, 1993-2018. In: Dimbath, Oliver; Heinlein, Michael (Hrsg.), Soziale Gedächtnisse der Katastrophe. Zur Theorie und Empirie des Katastrophenerinnerns und -vergessens. Wiesbaden: Springer VS.

Lehrveranstaltungen (Auswahl)

Wissen in der digitalen Transformation - von filter bubbles, post truth und citizen science (Herbstsemester 2021, Hauptseminar Universität Luzern)

Organisation, Akteure und Wettbewerb (Herbstsemester 2021, Hauptseminar Universität Luzern)

ExpertInnen und VerschwörungstheoretikerInnen: Wissenschaftliches Wissen in den Medien (Frühjahrssemester 2021, Hauptseminar Universität Luzern)

Digitale Kommunikation qualitativ erforschen (Herbstsemester 2020, Blockseminar Universität Luzern).

Rankings, Skandale, Innovationen – Wissenschaft und Hochschulen im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit (Herbstsemester 2019, Forschungsseminar Universität Luzern)