Über uns
uzh-wcms-publications.subpageListDialog.labelUnterseiten
CHESS Mitglieder und Mitarbeitende trauern um Prof. Dr. Katja Rost
Katja war dem CHESS – Center for Higher Education and Science Studies seit dessen Gründung eng verbunden und hat das Zentrum über viele Jahre als stellvertretende Direktorin und Mitglied des Leitungsausschusses entscheidend mitgeprägt. Mit ihrer wissenschaftlichen Klarheit, ihrem intellektuellen Mut und ihrem Sinn für die Relevanz hochschul- und wissenschaftspolitischer Fragen hat sie wesentlich dazu beigetragen, dass sich das CHESS als Zentrum der Hochschul- und Wissenschaftsforschung in der Schweiz und darüber hinaus etablieren konnte.
In ihrer Arbeit am CHESS verband Katja Rost empirische Forschung, hochschulpolitische Erfahrung und gesellschaftliche Urteilskraft. Sie realisierte unter anderem Forschungsprojekte zur digitalen Transformation von Hochschulen und wissenschaftlichen Disziplinen in der Schweiz und zeigte dabei, wie Digitalisierung neue strategische Positionierungen, Wettbewerbsdynamiken und Veränderungsprozesse im Hochschulsystem anstösst. Auch Fragen der Gleichstellung, der Familienfreundlichkeit und flexibler Arbeitsmodelle an Hochschulen waren ihr ein wichtiges Anliegen – nicht nur in ihrer Forschung, sondern auch im Rahmen angewandter Projekte am CHESS und in ihrer Tätigkeit als Präsidentin der Gleichstellungskommission der Universität Zürich. Darüber hinaus brachte sie ihre Erfahrungen aus hochschulpolitischen Gremien, unter anderem als Vizepräsidentin des Universitätsrats der Universität Luzern, immer wieder gewinnbringend in die Arbeit des CHESS ein.
Wer mit Katja Rost zusammenarbeitete, erlebte sie als aussergewöhnlich klare, mutige und kommunikativ starke Kollegin. Sie stellte unbequeme Fragen, dachte unabhängig, argumentierte präzise und brachte zugleich eine grosse Energie und Verbindlichkeit in gemeinsame Projekte ein. CHESS verliert mit ihr eine prägende Persönlichkeit, eine wichtige Stimme und eine geschätzte Kollegin und Freundin. Sie wird uns sehr fehlen.
Funktionen und Ziele
Das primäre Ziel des CHESS ist es, hochstehende und international anerkannte Hochschul- und Wissenschaftsforschung zu betreiben. Daneben will es auch Beratungsfunktionen wahrnehmen und in der Lage sein, Mandate von verschiedenen akademischen, politischen und gesellschaftlichen Akteuren zu erfüllen. Schliesslich möchte es durch die Organisation grösserer Tagungen und Symposien sowie der Veröffentlichung von Forschungsresultaten, mit Interviews und Positionspapieren den wissenschaftspolitischen Diskurs aktiv mitprägen.
Das CHESS fördert den Austausch zwischen Forschenden der Universität Zürich, welche sich aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit Hochschulen und Wissenschaft beschäftigen. Mit dem gemeinsamen Projekt der Philosophischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird eine für den deutschsprachigen Raum neue Form der Zusammenarbeit zur wissenschaftlichen Diskussion der gegenwärtigen Herausforderungen an die Hochschulen und die Wissenschaft erprobt. In Workshops und Seminaren werden die Themenschwerpunkte diskutiert und konkrete Forschungsprojekte auf den Weg gebracht.
Kontinuierlich soll das CHESS zu einer Einrichtung mit gesamtschweizerischer und internationaler Ausstrahlung ausgebaut werden. Angehörige anderer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftspolitischer Organisationen werden zur Zusammenarbeit eingeladen. Die Geschäftsstelle CHESS pflegt den Kontakt zu Forschenden und wissenschaftspolitischen Organisationen im In- und Ausland und baut eine Informationsplattform auf für wissenschaftliches Arbeiten (Forschungsprojekte, Tagungen, Literatur), für Aus- und Weiterbildungsangebote und für Wissenschafts- und Hochschulpolitik (Akteure, Strukturen, Prozesse).